Blockheizkraftwerk 2015: Was gibt es zu beachten

Die Förderung für Mini-BHKW mit einer elektrischen Leistung von maximal 20 Kilowatt wurde zu 01. Januar 2015 deutlich verbessert. Die Basisförderung, also der beim Kauf der Anlage vom BAFA gewährte Zuschuss, steigt deutlich. Zusätzlich wird eine Bonusförderung für besonders energieeffiziente Anlagen eingeführt. Auch die Bonusförderung kann mit der regulären Förderung nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) kombiniert werden. Die neuen Fördersätze gelten nur für Neunanlagen in Bestandsgebäuden.

Nichts ändert sich übrigens für BHKW, die mit nachwachsenden Rohstoffen betrieben werden und deren Betreiber sich für eine Förderung nach dem EEG entschieden haben. Die Förderprogramme des EEG und des KWKG sind weiterhin nicht kombinierbar.

Basisförderung und Grundförderung

Die Basisförderung wird als Zuschuss bei der Anschaffung des BHKW gewährt. Sie setzt sich zusammen aus einem Festbetrag (Grundförderung) sowie einem zusätzlichem Betrag, der von der elektrischen Leistung abhängt. Die Grundförderung stieg zum 01. Januar auf 1900 Euro, was einem Anstieg um 33 Prozent gegenüber 2014 entspricht. Für BHKW mit einer elektrischen Leistung von mehr als einem Kilowatt wird ein zusätzlicher Betrag gewährt. Im für die meisten privaten Betreiber relevanten Leistungsbereich bis vier Kilowatt beträgt die Zusatzförderung 300 Euro pro Kilowatt und steigt damit um fünf Prozent gegenüber 2014 an. Ab vier Kilowatt steigt die Zusatzförderung nur noch langsam, die maximale Basisförderung beträgt 3500 Euro. Sie wird für BHKW mit einer Leistung von 20 Kilowatt gewährt.

Die neue Bonusförderung

Nicht nur zwischen Grund- und Basisförderung muss sorgsam unterschieden werden, sondern auch zwischen Zusatz- und Bonusförderung! Während die Zusatzförderung für höhere Leistung gewährt wird, honoriert die 2015 neu eingeführte Bonusförderung eine höhere Energieeffizienz. Diese Bonusförderung wird als prozentualer Aufschlag auf die Basisförderung gewährt. Der Bonus für elektrische Effizienz beträgt 60 Prozent. Maßgeblich ist hier ausschließlich der elektrische Wirkungsgrad des BHKW. Der geforderte elektrische Wirkungsgrad beträgt 31 bis 35 Prozent, abhängig von der Leistung des BHKW. Für besonders hohe thermische Effizienz wird eine Bonusförderung von 25 Prozent auf die Basisförderung gewährt. Voraussetzungen für diesen Bonus sind ein Brennwertwärmetauscher sowie ein hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage. Bislang musste ein solcher hydraulischer Abgleich bereits für die Basisförderung nachgewiesen werden, jetzt ist er nur noch für die Bonusförderung erforderlich. Erfüllt ein BHKW die Voraussetzungen, sind die thermische und die elektrische Bonusförderung auch kombinierbar.

Nichts übereilen!

Alle Förderungen müssen vor Beginn der Nachrüstung beantragt und bewilligt(!) werden. Darauf wird in den Förderrichtlinien ausdrücklich hingewiesen, aber dennoch ist ein zu früher Projektstart der häufigste Ablehnungsgrund für Förderanträge. Abzuwarten lohnt sich auch deshalb, weil die Hersteller offenbar von der Forderung eines Brennwertwärmetauschers für die Bonusförderung überrascht wurden. Für einige weit verbreitete Modelle wird dieser bislang noch nicht angeboten.

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