Blockheizkraftwerke für Hotels

Grundsätzlich besteht in Hotels ein hoher Energiebedarf. Dieser entsteht durch den Heizbedarf im Winter, den Kühlbedarf im Sommer sowie dem konstanten Warmwasserverbrauch. Daneben liegt regelmäßig ein hoher Strombedarf vor. Diese Umstände prädestinieren Hotels für ein Blockheizkraftwerk.

Vorteile

BHKW Einsatz im HotelIst das Hotel im Jahresverlauf gleichbleibend ausgelastet kann das BHKW hohe Jahresarbeitsstunden erreichen. Je höher die Arbeitsstunden sind, desto schneller amortisiert sich die Anlage. Wird das Blockheizkraftwerk mit Biogas, Pflanzenöl oder Holzpellets betrieben profitiert der Betreiber außerdem von der höheren Einspeisevergütung nach dem EEG. Für Hotels im ländlichen Raum bietet sich die Biogasnutzung an. Die umweltfreundliche Herstellung von Wärme und Strom kann außerdem zu Imagezwecken genutzt werden.

Auslegung

Bei der Auslegung eines BHKW für ein Hotel müssen deutlich mehr Faktoren berücksichtigt werden als etwa bei einem Mehrfamilienhaus. Es geht zum Beispiel darum, ob das Haus gleichmäßig ausgelastet ist – denn dies beeinflusst den Wärme- und Strombedarf im Jahresverlauf entscheidend. Für Hotels, die zum Beispiel nur im Sommer geöffnet sind, lohnt sich ein BHKW eher nicht, weil dann auch in Hotels der Wärmebedarf niedriger ist. Der Wärme- und Strombedarf richtet sich nicht nur nach der Fläche und den angeschlossenen Verbrauchern (wie zum Beispiel Sauna, Schwimmbad, Küche), sondern auch nach der durchschnittlichen Gästezahl. Durch ein Contracting ergeben sich für Hotels zusätzliche Einsparmöglichkeiten.

Fazit

Ein Blockheizkraftwerk arbeitet in Hotels vor allem dann wirtschaftlich, wenn eine hohe Betriebsstundenzahl erreicht wird. Daher ist ein BHKW nicht für den reinen Saisonbetrieb geeignet. Je größer der Wärme- und Strombedarf ist, umso höhere Einsparmöglichkeiten bietet ein BHKW.