BHKW im Einfamilienhaus

Blockheizkraftwerke werden in vielen verschiedenen Größen angeboten - vom Mikro-BHKW mit weniger als 15 kW elektrischer Leistung über das Mini-BHKW mit bis zu 50 kW elektrischer Leistung bis hin zu Heizkraftwerken von bis zu einigen hundert kW.

Anschaffungskosten und Wirtschaftlichkeit

BHKW im EinfamilienhausEin Blockheizkraftwerk für Einfamilienhäuser liegt meist im Leistungsbereich von wenigen kW elektrischer Leistung, die thermische Leistung liegt i. d. R. bei ca. 6 - 14 kW. Geräte dieser Größenordnung kosten zwar wesentlich weniger als die größeren Blockheizkraftwerke, die beispielsweise in Fabriken oder Schulen Anwendung finden. Trotzdem muss für ein Blockheizkraftwerk für Einfamilienhäuser noch immer ein Anschaffungsbetrag von ca. 10.000 bis 17.000 Euro angesetzt werden. Die Wirtschaftlichkeit eines solchen Geräts wird bestimmt von den Investitionskosten, die nicht nur den Kaufpreis für das BHKW enthalten, sondern beispielsweise auch Kosten für Umbaumaßnahmen, Genehmigungen, Abgasanlage, Anbindung des BHKWs an die bestehenden Systeme und ggf. auch die Brennstofflagerung. Hinzu kommen Betriebskosten wie u. a. Brennstoffkosten oder die Kosten für die elektrische Energie, die beispielsweise für die Umwälzpumpe benötigt wird. Darüber hinaus müssen auch Instandhaltungs- und Wartungskosten kalkuliert werden, die man mit ca. einem Prozent der Investitionskosten genügend genau annähern kann. Ein Blockheizkraftwerk für Einfamilienhäuser lohnt sich immer dann, wenn die Summe aller Kosten geringer ist als die Kosten, die für die erzeugte Wärme mittels konventioneller Methode angefallen wären.

Förderungen

Noch immer halten viele Eigenheimbesitzer die Installation eines BHKWs für unwirtschaftlich, denn ein Blockheizkraftwerk für Einfamilienhäuser ist noch immer nicht so populär wie eine konventionelle Heizung. Jedoch erhält der Betreiber für den mit seinem Blockheizkraftwerk für Einfamilienhäuser erzeugten Strom eine Einspeisevergütung, die eine solche Anschaffung deutlich lukrativer werden lässt. Die Einspeisevergütung muss der örtliche Energieversorger an den Betreiber zahlen, seit das KWK-Gesetz (KWK steht für Kraft-Wärme-Kopplung) in Kraft getreten ist. Mit dieser Förderung werden gerade Blockheizkraftwerke für Einfamilienhäuser stark unterstützt und die hohen Anschaffungskosten erscheinen angesichts der beachtlichen Erlöse in einem anderen Licht.

Fazit

Möchte man ein Blockheizkraftwerk für Einfamilienhäuser betreiben, so sollte man trotzdem vorab eine intensive Betrachtung der Wirtschaftlichkeit durchführen und sich mehrere Angebote von Fachfirmen einholen. Auf dem Markt ist derzeit eine Vielzahl unterschiedlicher BHKWs erhältlich und die korrekte Auslegung der erforderlichen Leistungsstärke ist ebenso unerlässlich wie ein Vergleich der Installationskosten. Besonders günstig stellt sich die Wirtschaftlichkeit eines BHKWs bei Betrachtung der Kosten bei getrennter Erzeugung von Wärme und Strom dar, denn ein Blockheizkraftwerk für Einfamilienhäuser kann einen Wirkungsgrad von 90 Prozent erreichen. Hierdurch wird wesentlich weniger Brennstoff benötigt als bei konventionellen Techniken, was sich deutlich in den laufenden Betriebskosten widerspiegelt.